heimatliebe

Hell und sicher durch die Nacht

Moderne LED-Beleuchtungstechnik bringt Licht an die Laufstrecke. LG Bamberg Läuferin Susanne Lutz berichtet von den Vorteilen auf ihrer beleuchteten Trainingsstrecke.

Irgendetwas raschelt im Gebüsch neben mir, im nächsten Baum krächzen unheimlich ein paar schwarze Vögel und der Himmel ist schon ganz schön dunkel. Hitchcock-Feeling in Bamberg, wäre da nicht die lange Reihe an Straßenleuchten, die die Laufstrecke vor meinen Füßen hell und sicher beleuchtet.

Intervalle stehen heute auf meinem Trainingsplan. Immer einen Kilometer schnell – einen Kilometer locker. Nach den vielen Jahren als Läuferin auf der Tartanbahn im Leichtathletikstadion brenne ich jetzt darauf, meine Ausdauer bei Laufevents auf der Straße zu zeigen. Das heißt aber auch: viele, viele Kilometer laufen, oft vor oder nach der Arbeit, wenn es noch oder schon wieder dunkel ist. Toll, dass ich zu Beginn der dunklen Jahreszeit eine voll beleuchtete Trainingsstrecke vor der Tür habe.

Training im Rampenlicht

Mit meiner Stammroute, der Tag- und Nachtlaufstrecke entlang des Rhein-Main-Donau-Kanals habe ich den Luxus, ganz in Ruhe trainieren zu können. Kein Verkehr und keine Ampeln auf die ich achten muss oder die mich immer wieder zum Anhalten zwingen, sondern volles Rampenlicht für die heutige Trainingseinheit. Allein, im dunklen Wald über die nächste Wurzel gestolpert und auf die Nase gefallen, das kann mir hier nicht passieren.

74 %
weniger Strom
33 t
weniger CO2

Aber das, was hier so strahlend leuchtet, sind keine kleinen Funzeln, sondern ausgefeilte Technik: seit 2009 haben die Stadtwerke Bamberg damit begonnen Bambergs Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umzurüsten und seit 2013 wird LED sogar standardmäßig in der Straßenbeleuchtung eingesetzt. Effizient und klimafreundlich, der Umwelt zuliebe. Das Ergebnis bisher: 74 % weniger Strom und 33 t weniger CO2. Damit aber nicht nur Prinzregent Luitpold, das alte Rathaus oder die Brose Arena im rechten Licht erstrahlen, gehen jetzt auch Hallstadt und Bischberg mit leuchtendem Beispiel voran. Auch sie vertrauen in Sachen Beleuchtung auf die 160 Jahre Erfahrung der Stadtwerke.

„Durch die Beleuchtung an der Tag- und Nachttrainingsstrecke fühle ich mich beim Laufen sicher, vor allem dann, wenn ich spät abends noch die Laufschuhe schnüre.“
Susanne Lutz, Läuferin

Endspurt bis zur Laterne

Für mich heißt es heute auf der Strecke erst mal meinen Rhythmus zu finden. Linker Fuß, rechter Fuß – immer einen Schritt vor den anderen setzen, auf die Körperhaltung achten, meine Arme locker mitschwingen lassen und gleichzeitig mein Tempo auf der Uhr im Auge behalten. Von Laterne zu Laterne, von Kilometer zu Kilometer, von der einen weißen Markierung am Boden hin zur nächsten.

Nochmal Vollgas bis zum übernächsten Laternenmast, dann habe ich es geschafft! Mit einem erlösenden Piepsen stoppe ich meine GPS-Uhr und schnaufe erst mal durch.

Noch zwei, drei Schritte gehen und dann mache ich mich auch schon wieder in gemächlichen Trott auf den gut beleuchteten Weg nach Hause. Bis zum nächsten Mal und der nächsten schnellen Einheit am hell erleuchteten Kanal.

Über den Autor

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Susanne Lutz

Susanne Lutz ist 2015 frisch von der Uni zu den Stadtwerke Bamberg gekommen. Von ihrer Heimatstadt Regensburg aus verschlug es die Oberpfälzerin vor vier Jahren zum Germanistikstudium nach Bamberg. In ihrer Freizeit ist sie seit über zehn Jahren als Leistungssportlerin im Langstreckenlauf aktiv und als mehrfache Deutsche Meisterin viele Kilometer auf den Trainingsstrecken in und um Bamberg unterwegs.

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