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Trinkwasserbrunnen am Domplatz

Das kostbare Gut Trinkwasser sprudelt aus immer mehr historischen Brunnen in Bamberg - völlig kostenlos für die Bamberger Bürger und Touristen. Die Trinkwasserbrunnen sind ein echter Luxus in der Welterbestadt.

Die Erfahrung, dass ein Brunnen nicht zwangsläufig Wasser führen muss, haben die meisten Bamberger schon gemacht. Leider sind etliche Brunnen in der Domstadt nicht mehr in Betrieb oder, wenn Wasser fließt, ist das ungeliebte „Kein Trinkwasser“-Schild angebracht.

Die Stadtwerke Bamberg haben im letzten Jahr die Brunnen dankenswerterweise wiederentdeckt und sind dabei, diese nach und nach in Stand zu setzen. Die Kosten für die Instandsetzung teilen sich die Stadtwerke mit dem Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Bamberg.

Seit den Sommerferien führt auch der Brunnen in der sogenannten Trautmannsmauer wieder Wasser. Es läuft dort stetig, aber nur langsam, denn so werden Verkeimungen vorgebeugt, die entstehen können, wenn das Wasser zu lange in der Leitung steht. Mitarbeiter der Stadtwerke kümmern sich um die Wartung und den Unterhalt des Brunnens und vor allem um die regelmäßige Kontrolle der Wasserqualität. Für Bewohner und Besucher Bambergs ist es auf jeden Fall ein mehr an Lebensqualität, dass sie mitten in der Stadt kostenlos ihren Durst stillen oder mitgebrachte Trinkwasserflaschen
füllen können.

Weitere Trinkwasserbrunnen in Bamberg

Neben dem Brunnen am Domplatz gibt es drei weitere Trinkbrunnen in der Innenstadt. So lässt sich frisches Trinkwasser am Adlerbrunnen
in der Karolinenstraße unweit der Oberen Brücke, an der „Humsera“ am Grünen Markt sowie am Fischbrünnlein am Kranen zapfen.

Von den bisher in Stand gesetzten Brunnen ist der markante Brunnen am Domplatz sicher der Beeindruckendste. Er ist als Teil einer aufwändigen Böschungsbefestigung beim Bau der Residenzstraße Ende des 18. Jahrhunderts entstanden und wurde von dem Bildhauer Michael Trautmann gestaltet.

Auffällig ist die Figur der Fortitudo, die als „Tapferkeit“ eine der vier Kardinalstugenden verkörpert. Die weibliche Figur ist häufig an ihrer Rüstung, dem Schild sowie einer Säule zu identifizieren. In Bamberg geht die Sage, dass das Schwert der Fortitudo – gemeint ist damit die Pyramide, die man als Schwert betrachtet – erklänge, sobald dem Bamberger Land ein Krieg drohe. „Es erklänge so laut, dass es bis in die fränkische Ebene schalle.“ schreibt Andreas Haupt 1877 in seinem Werk „Die schönsten Bamberger Sagen und Legenden.“

Über den Autor

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Markus Schäfer

Markus Schäfer ist Geschäftsführer der Interessengemeinschaft interesSAND... und als Straßenmanager seit 2006 im Sandgebiet tätig. Eine seiner vielen Aufgaben ist die Herausgabe der Stadtteilzeitung "Sandblatt", in der dieser Blogbeitrag im Sommer 2017 erschienen ist.

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