Einer der neuen Mercedes Busse für die Stadtwerke Bamberg
Hautnah

Mit 3 Bussen und 80 Sachen über die Autobahn

Julian Duffek, Azubi im Fahrbetrieb, erzählt von der spannenden Fahrt nach Mannheim. Dort hat er mit seinen Chefs und Kollegen drei neue Busse abgeholt.

Wenn derzeit über Dieselskandal und Nachrüsten von Reinigungshardware diskutiert wird, schütteln Busfahrer verständnislos den Kopf.

Was bei Autos als neue Option gehandelt wird, ist bei den Bussen schon längst Stand der Technik. Auch in der Bamberger Verkehrsbetrieb besitzen mittlerweile 30 Prozent der Busse die anspruchsvolle Euro VI Norm, die genau auf diese Technik setzt. Ende Februar durfte ich dabei sein, als die Kollegen drei neue Busse der Modellreihe Citaro mit diesem Standard im Mannheimer Werk abgeholt haben. Ein spannender Tag…

Der Chef des Verkehrsbetriebs war persönlich dabei

Mit dabei waren Betriebs- und Fahrdienstleiter Peter Scheuenstuhl und Jens Eske, der Werkstattmeister Stefan Gebhardt, die drei dienstältesten Busfahrer und vier Auszubildende. Früh morgens machten wir uns mit dem Auto auf den Weg zum Mercedes-Benz Werk. Dort angekommen wurden wir von dem zuständigen Vertriebsmitarbeiter herzlich begrüßt und zu einem zweiten Frühstück eingeladen. Anschließend ging es zur Besichtigung der Montagehallen, wo die verschiedenen Busse fertig montiert werden.

Straßenschild am Mercedes-Werk in Mannheim
Werksgelände Mercedes-Werk in Mannheim
Werkhalle von Mercedes in Mannheim

Pro Jahr verlassen 6.000 Busse das Werk

Die Dimension einer solchen Fertigungsstätte ist gewaltig, aber auch notwendig um die zeitliche Bereitstellung der einzelnen Bauteile nach dem Just-in-Time Prinzip zu gewährleisten. Trotzdem ist für mich kaum vorstellbar, dass jedes Jahr 6.000 Busse verschiedener Ausführungen das Mannheimer Werk verlassen. Umgerechnet auf einen Bus bedeutet das, dass ein Bus in durchschnittlich 30 Tagen fertig montiert wird. Klar, dass diese Eindrücke für ordentlich Gesprächsstoff beim anschließenden Mittagessen sorgten.

Bus auf Hebebühne in der Buswerkstadt der Stadtwerke Bamberg
Bus auf Hebebühne in der Buswerkstadt der Stadtwerke Bamberg
Fahrgastraum der neuen Busse
Lenkrad in der Fahrerkabine der neuen Busse

Danach ging es in die Auslieferungshalle. Drei nagelneue Busse erwarteten uns zur Abnahme. Nach einer kurzen Testfahrt und einer symbolischen Übergabe der Busse setzten sich unsere drei Busfahrer hinters Steuer.

„Wann überholt man schon mal drei Stadtbusse auf der Autobahn?“
Julian Duffek
Die Uhr im Betriebshof

Als wir um ca. 14.30 Uhr die Heimreise antraten, boten wir den anderen Verkehrsteilnehmern sicher einen interessanten Anblick. Schließlich trifft man nicht jeden Tag drei Linienbusse auf der Autobahn. Während wir Azubis im Auto rasch vorankamen, tuckerten die Kollegen in den Bussen mit 80 km/h über die Schnellstraße, denn eigentlich sind die Busse höchstens für Überlandfahrten auf der Bundesstraße ausgelegt und dürfen nicht schneller fahren. So hatten wir genug Zeit, um den ereignisreichen Tag nochmal Revue passieren zu lassen bis dann gegen 18 Uhr die Kollegen auf dem Betriebshof eintrafen.

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